[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Sprach- und Gesellschaftskurs als Chance

(Foto: Canva)
(Foto: Canva)

Seit 2023 müssen Bürgerinnen und Bürger aus nicht europäischen Ländern Sprach- und Gesellschaftskenntnisse vorweisen, um das Kinder- und Familiengeld des Landes zu erhalten.

Das Ziel dieser Maßnahme ist das Zusammenleben in Südtirol für Mitbürger*innen aus Nicht-EU Ländern² zu erleichtern und die Integration und den Integrationswillen zu fördern.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die eigenen Sprachkenntnisse nachzuweisen. Um die Gesellschaftskenntnisse nachzuweisen, müssen die Mitbürger*innen aus Nicht-EU Ländern hingegen einen Gesellschaftskurs besuchen, außer sie haben bereits eine deutsche oder italienische Schule oder eine deutsche oder italienische Universität besucht oder sind in eine deutsche oder italienische Universität eingeschrieben.

Das Konzept für den Kursinhalt wurde vom Amt für Weiterbildung und Sprachen umgesetzt. Die Kurse sind kostenfrei und in Präsenz angeboten und können nach Absprache mit den Kursanbietern in allen Gemeinden Südtirols abgehalten werden. 

Die Kurse sind in drei Module zu je drei Stunden unterteilt:

Modul 1: Südtirol gestern und heute

  • Geschichte: Meilensteine der Geschichte Südtirols zum besseren Verständnis der Gegenwart (inkl. Institutionen)
  • Geographie: mit Fokus auf Humangeographie, Südtirol im geopolitischen Spannungsfeld

Modul 2: Die gemeinsamen Werte in Europa

Die Teilnehmenden setzen sich anhand des Spiels „Das Haus der gemeinsamen Werte“, mit den zwölf Werten und Grundsätzen auseinander, die in der Charta der Grundrechte der EU vorgegeben sind. Hier geht's zum Video, das das Spiel erklärt.

Modul 3: Themenbündel Arbeit, Schule, Wohnen, Freizeit, Gesundheit

Die Teilnehmenden vertiefen ihr Allgemeinwissen zu bestimmten Themen und Anlaufstellen, an die sie sich für individuelle Fragen und Bedürfnisse wenden können. 

In den Kursen lernen die Teilnehmenden die Dienstleistungen des Landes besser kennen. Die Lehrgänge sind darauf ausgerichtet, Missverständnissen und Vorurteilen vorzubeugen sowie Toleranz und Respekt zu fördern. Durch die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten in den jeweiligen Wohngemeinden sollen die Teilnehmenden zudem neue Kenntnisse und Erfahrungen sammeln.

Kontakt

Koordinierungsstelle für Integration

Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1
39100 Bozen