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Abgeschlossene Projekte und Veranstaltungen

Medienprojekte und Veranstaltungen des Amtes für Film und Medien

Desinformation in Zeiten demokratischer Krisen

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Üblicherweise wird Desinformation im Kontext von Plattformen und Algorithmen diskutiert. Demnach sorgt die Aufmerksamkeitsökonomie dafür, dass populäre Inhalte unabhängig von ihrer Qualität die größte Reichweite erzielen. Dieser Vortrag wirbt für eine andere Lesart, die Desinformation nicht als Begleiterscheinung sozialer Netzwerke betrachtet, sondern als ein Symptom für Demokratieverfall. Wenn heute in der Politik oft gelogen wird, liegt das nicht an digitalen Plattformen, sondern, so die zentrale These, an der Abkehr von den Idealen der liberalen Demokratie.

Referat von Dr. Jeanette Hofmann, Professorin für Internetpolitik vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am der Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, das am 22. Mai in Bozen stattfand. 

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Medien & Krieg. Wie die Medien berichten und wie die Berichterstattung uns beeinflussen kann.

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Die russische Invasion der Ukraine und der Nahost-Konflikt dominieren derzeit die Schlagzeilen. Dabei erhalten wir Information darüber,  was gerade in Kriegsgebieten passiert, wer daran welche Schuld trägt und wie die zukünftigen Entwicklungen im Kriegsgebiet aussehen könnten, vorwiegend aus den Medien. Daher kommt der Kriegsberichterstattung eine zentrale gesellschaftliche Rolle und Verantwortung zu. Der Vortrag beleuchtet anhand empirischer Studien, unter welchen Bedingungen Kriegsberichterstattung entsteht, wie Medien über Kriege berichten und wie dies unser Denken beeinflussen kann. Der Vortrag von Dr. Marc Jungblut vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, fand am 13. November 2024 in Bozen statt.

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Daten im Journalismus

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Daten sind heute allgegenwärtig: Vom Schrittzähler über Like-Zahlen bis zur 7-Tage-Inzidenz sind wir ständig mit numerischen Informationen konfrontiert. Das macht auch vor dem Journalismus nicht halt: Täglich gilt es heute, Klima- und Energie-Dashboards, Pandemie-Kennzahlen oder Sportdaten zu sammeln und aufzubereiten, einzuordnen und darzustellen. Dafür sind neue Werkzeuge, Fähigkeiten und bisweilen auch Selbstverständnisse notwendig, die den Journalismus in den letzten Jahren geprägt und verändert haben. Insbesondere der Daten- und Investigativjournalismus sind dabei um mehr Evidenz in der Berichterstattung bemüht. Der Vortrag von Prof. Dr. Mario Haim vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München, der am 3. April 2023 in Bozen stattfand, geht auf die Gründe, die Ausprägungen und die gesellschaftlichen Auswirkungen, insbesondere im deutschsprachigen Raum, ein.

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Eskalation oder Verständigung? Wie Medien in Konflikten wirken (können)

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Finanz- und Wirtschaftskrise, Corona-Pandemie, Klimawandel, Ukraine-Krieg. Gefühlt jagt eine Krise die nächste. Und stets bringen solche Krisen auch gesellschaftliche Konflikte mit sich. Gestritten wird dabei über alles Mögliche: Impfen lassen, ja oder nein? Energie sparen oder doch nicht? Wem glauben, wem trauen, wie gegen die eigene Verunsicherung vorgehen? Tragen Medien in solchen Zeiten dazu bei, dass die Verunsicherung steigt und Konflikte sogar eskalieren können? Oder gibt es auch mediale Wege, die Gemüter zu besänftigen und Konflikte konstruktiv zu begleiten?
Der Vortrag mit Prof. Dr. Oliver Quiring (Kommunikationswissenschaftler an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) fand am 24. Oktober 2022 in Bozen statt.

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Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen - Fluch oder Segen?

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Neue Medien finden sich nicht erst seit der Covid-19-Pandemie in den meisten Familien, bei Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern, aber auch bei ihren Großeltern bzw. externen Betreuungskontexten. Mit dem Einzug digitaler Medien haben sich, neben der veränderten Gestaltung des Alltags, auch neue Themen ergeben. Ihnen geht Dr. Sven Lienert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und für Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychotherapeut aus Nürnberg in seinem Vortrag „Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen – Fluch oder Segen?“ nach.
Die virtuelle Welt und neue Formen sozialer Kontakte üben auf Kinder früh eine hohe Anziehungskraft aus. Neue Medien haben aber auch vor pädagogischen und medizinischen Einrichtungen nicht Halt gemacht. In allen Situationen und Systemen stellen sich dabei, so Dr. Lienert, immer wieder ähnliche Fragen: Wie viel Medienkonsum ist notwendig, damit Kinder in der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung „am Ball bleiben“? Ab wann ist der Medienkonsum schädlich? Wann macht er krank? Ist mein Kind schon abhängig? Wie gehen wir in Institutionen, aber auch in der Öffentlichkeit, mit dem Thema um? Welche Auswirkungen hat die Covid-19-Pandemie?
Der Vortrag fand am 4. April 2022 in Bozen statt.

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Gutes Internet, böses Internet?

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Veranstaltung in Bozen vom 15. Oktober 2021. Der Kommunikationswissenschaftler der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Christoph Neuberger, beleuchtete in seinem Vortrag das Internet, das seit einem Vierteljahrhundert die Kommunikation in unserer Gesellschaft bestimmt. Dabei widmete er sich unter anderem folgenden Fragen: Ist das Internet ein Zugewinn für die freiheitlich-demokratische Gesellschaft? Oder verlieren wir dadurch mehr? Prof. Neuberger stellt fest, dass in den letzten Jahren vor allem die Schattenseiten des Internets deutlicher geworden sind, was sich etwa in der Verrohung der Debatten, der Verbreitung von Falschmeldungen und dem Ausspionieren des Privatbereichs zeigt. Seine Überlegungen wollen aufzeigen, wie das Netz in Zukunft besser gestaltet werden kann.

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Gegen die Verschwörung

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Veranstaltung in Bozen vom 21. September 2021. - In ihrem Vortrag ging Frau Ingrid Brodnig aus Wien (Journalistin und Autorin verschiedener Publikationen), der Frage nach, wie man reagieren kann, wenn Bekannte und Familienmitglieder Falschmeldungen oder Verschwörungsmythen erzählen, und wie man Fakten verständlicher macht. - Wir leben in verunsicherten Zeiten: Themen wie das Coronavirus, Impfungen oder auch der Klimawandel sorgen für heftige Debatten - auch Falschmeldungen bis hin zu Verschwörungserzählungen verbreiten sich rasant. In Diskussionen ist man häufig mit falschen Behauptungen konfrontiert, aber Fakten wirken nicht immer: Wie kann man reagieren? Ingrid Brodnig gibt Einblick, warum Falschmeldungen und Verschwörungsmythen so attraktiv sind, aber auch, wie man in Diskussionen darauf reagieren kann, welche unterschiedlichen Strategien beim Debattieren es gibt und welche unfairen rhetorischen Tricks man kennen sollte, um effizienter darauf zu antworten und sich verständlich zu machen.

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Google, Amazon, Facebook und Apple (GAFA). Wie bedrohlich sind die US-Hightech-Konzerne?

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In seinem Vortrag, den Prof. Bernd Gäbler (Fachhochschule des Mittelstandes Bielefeld, ehemaliger Leiter des Grimme-Instituts) auf Einladung des Amtes für Film und Medien am 23. Mai 2019 im Landhaus 1 in Bozen hielt, ging er auf folgende Fragestellungen ein: Der Kern der modernen Ökonomie besteht nicht mehr darin, etwas herzustellen, sondern Plattformen zu betreiben. Wie funktioniert das eigentlich und warum funktioniert es so gut? Warum fließen so viele Werbegelder dahin, während die Plattformen gleichzeitig kaum Steuern zahlen? Was bedeuten die neuen Marktplätze für Öffentlichkeit und Demokratie? Was können wir tun, um unsere Autonomie zu wahren und wie kann eine sinnvolle Regulierung aussehen?

Sie können die Aufzeichnungen des Vortrages von Bernd Gäbler ansehen.