Autorenbegegnungen
Allgemeine Informationen
Autorenbegegnungen haben eine positive Auswirkung auf das Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen. Bei den Kindern ist im Allgemeinen die Lesemotivation ohnehin schon hoch und wird durch diese persönliche Begegnung mit einer Autorin oder mit einem Autor zusätzlich gesteigert; bei den Jugendlichen kann man das sinkende Interesse am Lesen zwar auch nicht durch Lesungen aufhalten, aber vielleicht neu motivieren. Seit mehr als 40 Jahren organisiert und finanziert die Abteilung Deutsche Kultur zweimal jährlich eine Lesewoche, an der Öffentliche Bibliotheken und Schulen teilnehmen können.
120 bis 130 Lesungen werden pro Jahr vermittelt, d. h. dass ca. 5.400 Kinder und Jugendliche jährlich in den Genuss einer Lesung kommen. Die Lesungen sind für die Öffentlichen Bibliotheken und Schulen in Südtirol kostenlos; Voraussetzung ist eine Anmeldung. Jährlich gehen ca. 480 Anmeldungen ein. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Lesungen so gut wie möglich auf alle Bibliotheken und Schulen zu verteilen.
Die Autorenbegegnungen für Kinder und Jugendliche finden jedes Jahr im April und im Oktober statt – jeweils eine Woche lang. Im Dezember und im Mai jeden Jahres wird eine Mitteilung an alle Öffentlichen Bibliotheken und Schulen mit dem Link zur elektronischen Anmeldung versandt. Anfang März für die April-Lesewoche und Anfang September für die Oktober-Lesewoche werden alle jene Bibliotheken und Schulen informiert, denen eine Lesung zugewiesen werden konnte. Hier finden Sie die Kriterien für die Zuweisung.
Autorenbegegnungen – Lesewoche für Kinder und Jugendliche im Herbst 2025
In der Woche vom 6. – 10. Oktober 2025 waren folgende vier Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren aus Deutschland zu Gast. Sie boten in Kindergärten, Grund-, Mittel- und Oberschulen sowie in Öffentlichen Bibliotheken insgesamt 48 Lesungen an.
Offene Lesungen
In diesem Jahr fanden auch vier öffentliche Lesungen mit Alice Pantermüller statt:
- Montag, 06.10.: 15:00 Uhr – Bürgersaal Obermais
- Dienstag, 07.10.: 16:15 Uhr – Bibliothek Terlan
- Mittwoch, 08.10.: 14:30 Uhr – Bibliothek Branzoll
- Donnerstag, 09.10.: 14:30 Uhr – Bibliothek Naturns
Julia Nüsch

Julia Nüsch studierte Illustration mit dem Schwerpunkt Kinderbuch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sie illustrierte bereits zahlreiche Bilderbücher namhafter Autoren, darunter William Shakespeare und Rainer Maria Rilke und ist mit ihrer eigenen Kinderbuch-Reihe „Wovon träumst Du?“ auch als Autorin erfolgreich.
Mit den Illustrationen zu Tranquilla Trampeltreu von Michael Ende ging für sie ein Kindheitstraum in Erfüllung. Für ihre Illustrationen zu Rilkes „Der Panther“ wurde sie mit dem Deutschen Buchtrailer Award ausgezeichnet. Ihr Autorendebüt „Der fleißige Mistkäfer und die Träume der Anderen“ (2021) wurde von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Buch des Monats gekürt.
Sie liebt fantastische Geschichten mit einer ordentlichen Portion Humor und arbeitet als freiberufliche Grafikdesignerin, Illustratorin und Autorin mit Blick auf einen Deich und den Hamburger Hafen.
Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet man auf der Webseite https://www.julianuesch.de/
Foto: © Hannes Lintschnig
Alice Pantermüller

Alice Pantermüller wurde 1968 in Flensburg geboren. Schon als Kind wollte sie „Buchschreiberin“ werden und dachte sich Geschichten aus, mit denen sie leere Schulhefte füllte. Nach dem Abitur studierte sie Lehramt, ging für ein Jahr als deutsche Fremdsprachenassistentin nach Schottland und machte anschließend noch eine Ausbildung zur Buchhändlerin.
Im Jahr 2010 gewann sie mit „Bendix Brodersen – Angsthasen erleben keine Abenteuer“ einen Schreibwettbewerb des Arena-Verlags. In der Geschichte geht es um einen 12-jährigen Jungen, der auf eine Insel gerät, auf der noch Dinosaurier leben. Ab 2012 erschien dann die Buchreihe „Mein Lotta-Leben“, mit der Alice Pantermüller auch international bekannt wurde. Die Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt abwechselnd in Flensburg und im Landkreis Celle, wenn sie nicht gerade in Island, Dänemark oder Schweden unterwegs ist. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.
Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet man auf der Webseite https://www.alice-pantermueller.de/
Foto: © Thomas Friemel
Chantal-Fleur Sandjon

Chantal-Fleur Sandjon, geboren 1984 in Berlin, veröffentlichte einige Jahre lang Kochbücher und Lyrik, bevor sie sich stärker dem fiktionalen Schreiben zuwandte. Neben Kinderbüchern erschien 2022 ihr Jugendroman in Versen „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ (Thienemann), der u. a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Aktuelle Veröffentlichung 2024: „City of Trees“ (Thienemann).
Sie ist außerdem als Lektorin tätig, setzt sich für mehr Diversität in der Kinder- und Jugendliteratur ein und tanzt gerne vor ihrem Laptop, während sie schreibt.
Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet man auf der Webseite http://www.cfsandjon.de/
Foto: © Radesh Moodley
Kathrin Tordasi

Kathrin Tordasi lebt als freischaffende Autorin und Übersetzerin in Berlin. Nach ihrem Literaturstudium in Wales wäre sie beinahe nach London gezogen, entschied sich jedoch für ein Zugvogel Dasein zwischen Themse und Spree. Mehrere Jahre lang unterrichtete sie englische Literatur an der Humboldt-Universität, machte sich danach selbstständig und bietet mittlerweile interaktive Lesungen für Kinder und Jugendliche sowie Schreibworkshops zu unterschiedlichen Themen an.
Kathrin arbeitet am liebsten in Cafés und erkundet Städte mit dem Notizbuch in der Tasche. Sie schreibt, was sie selbst gerne liest: Abenteuerliche Kinderbücher, Bücher über Außenseiter*innen, selbstgewählte Familien und phantastische (Unter)welten.
Ihr Debütroman „Brombeerfuchs. Das Geheimnis von Weltende“ wurde 2021 mit dem Goldenen Bücherpirat und der Fürther Leselupe ausgezeichnet.
Mehr Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet man auf der Webseite http://www.kathrintordasi.de/
Foto: © Olga Blackbird
Die nächsten Autorenbegegnungen finden vom 13. bis 17. April 2026 statt.