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Kunstankauf

Der Kunstankauf des Landes Südtirol zur Förderung lokaler Kunst war bereits im Landeskulturgesetz von 1958 verankert. Von 1989 bis 2007 unterstützte der systematische Ankauf den Aufbau des Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen in einer frühen Phase, bis es 2006 in eine Stiftung mit eigenem Ankaufsbudget überführt wurde.

Seit 2008 dienen Kunstankäufe einer längerfristigen und nachhaltigen Dokumentation zeitgenössischer Südtiroler Kunst. Eine Fachkommission, vertraut mit der lokalen Kunstszene und von der Landesregierung eingesetzt, wählt aus (Landesgesetz Nr. 9 vom 27.07.2015, Art. 3, Abs. 3). Mit Beschluss der Südtiroler Landesregierung Nr. 1315 vom 28. November 2017 wurden Verfahren und Kriterien für den Erwerb von Kunstwerken geändert: Sie sehen nun eine öffentliche Bekanntmachung vor, bei der sich Künstlerinnen und Künstler bewerben können.

Der Erwerb richtet sich auf Werke von Künstlern aus Südtirol, die dort leben oder arbeiten. Wichtig sind die künstlerische Qualität und konsequente Recherche sowie neue Impulse von jüngeren Positionen. Die Kunstwerke werden auf Anfrage den Dienststellen des Landes bereitgestellt, um zeitgenössische Kunst öffentlich zugänglich zu machen.

Zwei Sammlungskataloge bieten einen umfassenden Überblick über die Ankaufsperioden von 2008-2011 und 2012-2018. Die beiden Werkverzeichnisse präsentieren 400 Kunstwerke von 186 Künstlern. 2020 wurde ein Teil der jüngsten Ankäufe im Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen ausgestellt.

Die angekauften Kunstwerke sind auch im Online-Katalog der Sammlungen von Museen und Archiven in Südtirol unter den „Kunstsammlungen des Landes Südtirol“ veröffentlicht.

„unlearning categories“

Foto: Luca Guadagnini
Foto: Luca Guadagnini

Virtuelle Ausstellung

Fotodokumentation der Ausstellung im Museion in Bozen zu den Kunstankäufen 2012 bis 2018 der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol, Abteilung 14 – Deutsche Kultur.

Eine Auswahl der Kunstwerke des Landes Südtirol aus der Ankaufsperiode 2012–2018 wurde erstmals im Museion, Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung von über 60 Werken, die sich normalerweise in den Räumen der öffentlichen Verwaltung befinden, fand unter dem Titel „unlearning categories“ vom 26. Juni bis 23. August 2020 statt.

Der Südtiroler Fotograf Luca Guadagnini hat die Ausstellung und das Konzept der Kuratorinnen Lisa Mazza und Simone Mair sowie den Rundgang durch die Räume fotografisch dokumentiert. Im Rahmen der Ausstellung machten die Kunstwerke sozusagen Urlaub vom Büroalltag und waren in einem völlig anderen Kontext zu sehen. Luca Guadagnini hat sie im aktuellen Setting aus neuer Perspektive abgelichtet. Seine Farbfotografien wurden 2020 als 48-teilige Postkartenedition herausgegeben und ergänzen den umfangreichen Sammlungskatalog „Arbeiten. Lavori in corso“, Band 2, der alle Kunstwerke der Ankaufsperiode 2012–2018 enthält. Die virtuelle Ausstellung zeigt eine Auswahl von 20 Fotos.

„Umgebungen/Circostanze“

Foto Marco Pietracupa
Foto Marco Pietracupa

Virtuelle Ausstellung

Ein Fotoessay von Marco Pietracupa zu den Kunstankäufen des Landes 2012–2018

Die Abteilung Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol hat seit 2008 im Rahmen ihrer Fördermaßnahmen den Ankauf von Kunstwerken auf die umfassende Dokumentation des gegenwärtigen künstlerischen Schaffens in Südtirol ausgerichtet. Im Zeitraum 2012 bis 2018 wurden weitere 150 Kunstwerke von 100 Künstlerinnen und Künstlern angekauft, sodass nun annähernd 420 Werke die Grundlage einer reichhaltigen Sammlung bilden, die sich vorwiegend in den Räumen der öffentlichen Verwaltung befinden.

Der Südtiroler Fotograf Marco Pietracupa bietet einen fotografischen Einblick in das Ausstellungsumfeld der Kunstwerke und porträtiert in seinem 58-teiligen Fotoessay „Umgebungen/Circostanze“ das Zusammenspiel von Werken und Standorten zwischen Zufälligkeit und spontaner Inszenierung. Entstanden ist eine freche, unkonventionelle Erzählung aus dem Büroalltag. Das Fotoessay, aus dem 20 Abbildungen in Form einer virtuellen Ausstellung präsentiert werden, ist Teil des Sammlungskatalogs „Arbeiten. Lavori in corso II“, der 2020 erschienen ist. Dabei bildet der Gedanke des Arbeitens den Leitfaden: „Arbeiten“ steht sowohl als Synonym für „Werke“ als auch für das Verb „arbeiten“ in Zusammenhang mit den Arbeitsumgebungen der öffentlichen Verwaltung, wo sich die Werke befinden.

„Andreas-Hofer-Straße 18 und andere“

Foto Paul Thuile/Augustin Ochsenreiter
Foto Paul Thuile/Augustin Ochsenreiter

Virtuelle Ausstellung

Ein Fotoessay von Paul Thuile und Augustin Ochsenreiter aus der Publikation „Arbeiten. Lavori in corso“ zu den Kunstankäufen des Landes 2008–2011.

Die Abteilung Deutsche Kultur der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol hat seit 2008 annähernd 270 Kunstwerke von 160 Künstlerinnen und Künstlern der Südtiroler Gegenwartskunst angekauft. Diese bilden die Grundlage einer reichhaltigen Sammlung, die sich vorwiegend in den Räumen der öffentlichen Verwaltung befinden.

Mit einem schwarz-weißen Fotoessay von 28 Aufnahmen aus insgesamt 50 führen Paul Thuile und Augustin Ochsenreiter in Form einer virtuellen Ausstellung durch die Räume der Landesämter in der Andreas-Hofer-Straße 18, in denen sich die meisten angekauften Werke befinden. 2011 wurde ein Gutteil der Ankäufe in Buchform unter dem Titel „Arbeiten. Lavori in corso“ veröffentlicht. Seit 2013 werden die Objektdaten auch kontinuierlich im Kulturgüterportal veröffentlicht.

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