Interkulturelle Jugendarbeit und Politische Bildung
Interkulturelle Jugendarbeit versteht sich als verbindende Jugendarbeit, die Heimat für alle bietet und zur Überwindung von kulturellen Trennungen beiträgt. Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Kulturen innerhalb unseres Landes ist Voraussetzung, um den Migrationshintergrund von Kindern und Jugendlichen zu verstehen und angemessen mit ihnen kommunizieren zu können. Die Förderung der internationalen Jugendarbeit gehört zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld des Amtes für Jugendarbeit. Durch die Planung und Durchführung von Austauschprojekten und Studienreisen wird sowohl Jugendlichen als auch Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen die Gelegenheit geboten, andere Kulturen kennen zu lernen.
Interkulturelle Beratung: das Amt versteht sich als Ansprechpartner für Fragen des Zusammenlebens unterschiedlicher Sprachgruppen und Kulturen und arbeitet Projekt bezogen auch mit dem italienischen Amt für Jugendarbeit zusammen.
Themenbereiche:
- Informieren
- Begleiten
- Hilfestellung zur Orientierung
- Umgang mit der Aufnahme-Kultur
- Konfliktsituationen bei Jugendlichen
- Konfliktsituationen mit Eltern
- Freiwilligen-Arbeit
Politische Bildung versteht sich als Bildung zur mündigen Bürgerschaft. Ein Hauptfokus des Amtes für Jugendarbeit liegt im Austausch mit Vertreter/innen der Jugendarbeit anderer europäischer und außereuropäischer Regionen mit ähnlich kulturell und historisch komplexer Vergangenheit und Gegenwart. Dazu werden Beziehungen mit Jugend- und Kulturzentren anderer Länder aufgebaut. Der Austausch soll sowohl in Form von Bildungsreisen als auch in Form von Begegnungen mit internationalen Partner/innen in Südtirol stattfinden.
Zudem unterstützt das Amt für Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit den Dachverbänden netz, AGJD und Südtiroler Jugendring verschiedene Formen der Kinder- und Jugendbeteiligung. Partizipation ermöglicht die Einbindung junger Menschen in Entscheidungsprozesse auf mehreren Ebenen, von der Gestaltung von Jugendräumen bis hin zur Beteiligung an Gemeinderats- und Landtagswahlen.
Referentinnen und Referenten
- Ana Agolli Cela, interkulturelle Mediatorin, Schwerpunkt Gender und Albanien. Tel. +39 340 41 90 141, E-Mail: ana.cela@libero.it
- Adrian Luncke, Bereichsleiter „Vielfalt und Miteinander“ bei der OEW – Organisation für eine solidarische Welt. Tel. +39 0472 20 82 08, E-Mail: adrian.luncke@oew.org
- Verein Frauen Donne Nissà – Solidarität mit ausländischen Frauen. Cagliaristraße 22/a, 39100 Bozen, Tel. +39 0471 93 54 44, E-Mail: donnenissa@dnet
Andere Themen
Das Amt für Jugendarbeit initiiert und ist offen für internationale Kooperationen im Bereich der Jugendarbeit. Dabei zielen die Kooperationen darauf ab den Horizont der jeweiligen Akteure zu erweitern und mit anderen Realitäten und Ländern in Beziehung zu treten. Damit sollen neue Perspektiven eröffnet und Synergien zur gegenseitigen Bereicherung ermöglicht werden.
Internationale Studientagung „Diversität“
Das Amt für Jugendarbeit hat vom 06.12. - 08.12.2017 in Brixen eine Internationale Studientagung zum Thema „Diversität“ organisiert. Diese Veranstaltung entstand im Auftrag des Netzwerkes Jugendarbeit in Südtirol und in Zusammenarbeit mit der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes Tirol (ex JUFF) und dem Bezirksjugendring Oberbayern. Die Folgeveranstaltung der Studientagung „Zwischen Migration und Integration - Schärfung einer diversitätsbewussten Perspektive auf Jugendarbeit in Österreich, Deutschland und Südtirol“ hat vom 29.09. - 02.10.2016 in Igls stattgefunden.
Landesjugendreferent/innen-Konferenz
Südtirol beteiligt sich an der österreichischen Landesjugendreferent/innenkonferenz, welche jedes Jahr von einem anderen österreichischen Bundesland ausgetragen wird. Es wird auch jungen Südtiroler/innen die Möglichkeit geboten am Jugenddialog teilzunehmen. Für das Amt für Jugendarbeit bietet diese Teilnahme die Möglichkeit, nicht nur nützliche Vergleiche im Bereich der Jugendarbeit über die Landesgrenzen hinweg anzustellen und sich auszutauschen, sondern auch wertvolle, länderübergreifende Kooperationen anzustoßen.
Bildungsreisen bieten eine einzigartige Gelegenheit, gesellschaftliche Strukturen und politische Systeme aus erster Hand zu erleben und ein grundlegendes Verständnis für die politische Realität eines Landes zu entwickeln. Sie ermöglichen es, politische Prozesse nachzuvollziehen und an politischen Diskussionen und Entscheidungsfindungen aktiv teilzunehmen.
Bildungsreise nach Bosnien
Friedhof von Potočari Srebrenica
Sie findet für Jugendarbeiter/innen und Gemeindepolitiker/innen jährlich statt. Ziel der Bildungsreise ist die Auseinandersetzung mit hochaktuellen Themen wie Krieg, Nationalismus, Rassismus, Menschenrechte, Minderheitenrechte, Umgang mit traumatisierten Menschen und Aufarbeitung kollektiver Geschichte. Die Entstehung neuer Ideen, Instrumente, Maßnahmen und Projekte im jeweiligen Tätigkeitsbereich der Teilnerhmenden soll durch Vertiefung der Inhalte gefördert werden. Es sind ein Vorbereitungs- und ein Nachtreffen vorgesehen. Die Bosnienreise ist ein Kooperationsprojekt zwischen Amt für Jugendarbeit und ARCI Bolzano und wird von Forum Prävention, netz, AGJD und Südtiroler Jugendring mitgetragen.
Termin: 25.10. - 31.10.2025
Teilnahmegebühr für Transport, Unterkunft mit Halbpension, Führung: 170,00 Euro
Info: Amt für Jugendarbeit bei Gianluca Battistel, E-Mail: gianluca.battistel@provinz.bz.it, Tel. +39 0471 41 33 82
Bildungsreise Promemoria Auschwitz – Die Reise der Erinnerung
Die Bildungsreise ist ein Bildungsprojekt, das jungen Menschen im Alter von 17-25 Jahren die Möglichkeit bietet sich intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und dabei auch Verbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen herzustellen. Kernstück des Projekts ist die Reise nach Krakau und die Besichtigung der KZ Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz Birkenau. Es sind ein Vorbereitungs- und ein Nachtreffen vorgesehen. Die Auschwitzreise ist ein Kooperationsprojekt zwischen Amt für Jugendarbeit, Mete, AGJD und ARCIRAGAZZI Bolzano.
Flyer Promemoria Auschwitz 2026
Termine:
- Anmeldung online: 3. Oktober – 9. November 2025 (mit kurzem Motivationsschreiben)
- Vorbereitungstreffen: Dezember 2025 – Februar 2026
- Reise nach Krakau: 2.–7. März 2026
- Nachtreffen: 18./19. April 2026
- Teilnahmebeitrag: 170 € + 10 € ARCI-Mitgliedsbeitrag
Alle Infos: www.jugenddienst.it/promemoria_auschwitz
Bildungsreise nach Nordirland
Südtiroler Delegation vor dem Parlament
Vom 16. zum 21. September 2024 besuchte eine Südtiroler Delegation aus Vertreter/innen der Jugendarbeit und des deutschen Landesjugendbeirates Belfast in Nordirland. Das Programm der Bildungsreise hatte die Ziele, Austauschtreffen und Diskussionen zum Thema friedliches Zusammenleben, Nationalismus und Minderheiten mit Jugendarbeiter*innen und Jugendarbeitsorganisationen zu ermöglichen. Es gelang im Zuge des Austausches, tiefe Einblicke in die Arbeit und Methoden der Nordiren im Kontext eines historischen Konflikts und einer Gesellschaft im Übergang vom Bürgerkrieg zum Frieden zu gewinnen. Zudem wollte man die Geschichte, die Tragödie der ‘Troubles’, den Versöhnungsprozess und die Komplexität einer krisengeprägten Gesellschaft vertiefen, um den Blick auf die eigene Realität zu schärfen. Die Delegation besuchte mehrere Jugendzentren, begegnete Zeitzeugen die den Konflikt aus entgegengesetzten Perspektiven beleuchteten und wurde auch im nordirischen Parlament empfangen.
Die Durchführung von Bildungsreisen innerhalb Europas ist als internationaler Fachkräfteaustausch angelegt und orientiert sich nach dem Youth Goal Nr. 11 „Jugendorganisationen und europäische Jugendprogramme“, welcher für eine Gesellschaft, die sich auf europäische Werte und eine europäische Identität gründet, aufbaut. Die Bildungsreise wurde vom Amt für Jugendarbeit konzipiert und in Partnerschaft mit Jukas Kassianeum realisiert. Das Eurac Center for Autonomy Experience hat die Delegation aus Südtirol auf die Reise vorbereitet, zudem hat die Landesbibliothek Tessmann Literatur und Literaturempfehlungen der Gruppe zur Verfügung gestellt.
Studienreise Marokko
Kooperation mit Bassma-Verein aus der Provinz Rabat. Mit der Studienreise nach Marokko entwickelten sich intensive Kontakte mit dem marokkanischen Jugendministerium und dem gemeinnützigen Verein Bassma, welche interkulturelle Projekte mit Marokko ermöglicht haben und weiterhin ermöglichen.
Teilnehmende an der Studienreise 2017
2017 bot das Amt für Jugendarbeit eine Studienreise für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern nach Rabat an. Die Unterbringung in Privatfamilien gab den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, hautnah das Leben in Marokko und die Menschen in Fkih Bensalah - Gebiet aus dem die meisten marokkanischen, in Italien ansässigen Immigranten stammen - kennen zu lernen und dadurch mehr Sensibilität und Verständnis im Umgang mit marokkanisch stämmigen Jugendlichen zu bekommen.
Einblick in die Studienreise 2015
2015 organisierte das Amt für Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Bezirksjugendring Oberbayern, Ufficio Servizio Giovani Bolzano, Ufficio Servizio Giovani Trento und Amt der Tiroler Landesregierung Abteilung JUFF Innsbruck eine Studienreise für Fachkräfte der Jugendarbeit nach Rabat.
Einblick in die Studienreise 2009
2009 organisierte das Amt für Jugendarbeit erstmals eine Studienreise für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter nach Marokko. Während der Studienreise traten die Teilnehmer/innen mit Jugendlichen, politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Kontakt. Man ging auf Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung ein und wollte die Faktoren erkennen, die Jugendliche zur Auswanderung bewegen, um das Verhalten der Migranten besser zu verstehen und angemessener damit umzugehen.
Studienreise Albanien
2013 wurde eine Studienreise in den Süden Albaniens mit einem Abstecher nach Mazedonien organisiert.
Ansicht aus der Studienreise 2010
2010 war das Ziel der Studienfahrt im Norden Albaniens, das Land aus dem die meisten Einwandererinnen und Einwanderer in Südtirol stammen besser kennenzulernen. Im Anschluss daran wurde von den Teilnehmenden eine Fotoausstellung, ein Video und eine Broschüre erstellt und an einem Info-Abend anderen interessierten Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern vorgestellt. Die Materialien können ausgeliehen werden.
Studienreise Sevilla
2012 hat die gemeinsame Studienreise der Südtiroler Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter aller Sprachgruppen stattgefunden. Ziel der Reise war Sevilla in Spanien, einem Land das Besorgnis erregende Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet.
Bildungsreise Kosovo
2011 organisierten die Ämter für Jugendarbeit eine Reise zum Kennenlernen des Kosovo, aus dem - vor allem als Folge des Krieges - viele neue Mitbürgerinnen und Mitbürger stammen. Der Konflikten zwischen Ethnien und das Leben von Minderheiten sowie die Lebensbedingungen der Jugendlichen nach dem Krieg waren zentrale Themen.
Studienreise Berlin
2011 hat das Amt für Jugendarbeit gemeinsam mit dem Ufficio Servizio Giovani eine Studienreise für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit aller drei Sprachgruppen nach Berlin organisiert. Berlin bietet eine Reihe von in Europa einzigartigen Projekten für die Jugendarbeit. Außerdem haben die Jugendzentren in Berlin eine lange Erfahrung mit Migrantinnen und Migranten sowie rechts/linksgerichteten Jugendlichen.
Jugendaustauschprogramme bieten Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern die Möglichkeit, andere Kulturen kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen. Interkulturalität steht dabei im Vordergrund und wird durch diese Programme zur konkreten Realität.
Jugendaustausch mit Marokko - Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
Teilnehmende am Jugendaustausch in Marokko
Es handelt sich um ein Erasmus+ Projekt, Leadpartner ist das Land Salzburg. Das Projekt beinhaltet einen Jugendaustausch zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zwischen Bozen, Salzburg, Rabat und München und hat vom 4.08.–14.08.2023 und vom 10.04.–24.04.2024 stattgefunden. Klimawandel, Umweltschutz und nachhaltiges Handeln sind großen Themen, die Jugendliche beschäftigen. Der Jugendaustausch soll neben der individuellen Sichtweise die Handlungsbereitschaft junger Menschen ansprechen, auch gesellschaftspolitische Perspektiven ansprechen. Der Klimawandel wird für kommende Generationen weltweit zu einer großen Herausforderung, der nur global begegnet werden kann. Marokko wiederum gilt als Klimavorreiter (Platz 7 im Climate Change Performance Index 2020). Seit dem Jahr 2008 gibt es den sogenannten Green Morocco Plan (A Focus on Green Growth: the Green Morocco Plan | African Development Bank - Building today, a better Africa tomorrow afdb.org), der eine Nachhaltigkeitsstrategie für 12 Jahre vorsieht. So setzt die Regierung vermehrt auf Solarenergie, Schonung von Wasserressourcen und auf die Förderung neuer Technologien.
Das Projekt „Interkultureller Jugendaustausch: Global youth lab – climate on stage“ soll nun diese beiden Sicht- und Handlungsweisen zusammenbringen und einen Austausch zwischen den Jugendlichen schaffen. Wie leben junge Menschen in Marokko Umweltschutz? Welche Ideen können junge Menschen mit nach Europa mitnehmen? Welche Möglichkeiten gibt es für Jugendliche der teilnehmenden Länder, vermehrt Lobbyarbeit zu machen? Welche Unterschiede gibt es in der Bewältigung von Klimawandel und was bedeutet es für junge Menschen? Bieten neue Technologien Perspektiven, um im jeweiligen Land, der jeweiligen Region zu bleiben? Oder sind junge Menschen so massiv betroffen, dass sie eher abwandern? Was bedeutet das für die jeweilige Region? Und wie können sich junge Menschen Gehör für ihre Anliegen verschaffen?
Jugendaustausch mit Israel – Eintauchen in die Kultur
Teilnehmende am Jugendaustausch in Israel
Im Rahmen der Studienreise, die aus einer nunmehr langjährigen Partnerschaft zwischen dem Land Tirol, dem Land Südtirol und der Stadt Jerusalem entstanden ist, reisten jährlich 12 Jugendarbeiter und Jugendarbeiterinnen aus Tirol und Südtirol nach Jerusalem. Dort hatten sie die Gelegenheit im Rahmen des Austauschprojektes, 10 Tage in ein überaus facettenreiches, komplexes und auch kontroverses Land einzutauchen und dessen Jugendarbeit und Kultur kennen zu lernen. Bis 2019 besuchte uns jeden Sommer eine Delegation von jungen Israelis und Palästinensern, um mit Gleichaltrigen der jeweils anderen Kultur und mit Jugendlichen aus Süd- und Nordtirol gemeinsam 10 Tage zu verbringen. Das Programm sah Exkursionen, Workshops, Besichtigungen und Spiele vor, die das gegenseitige Kennenlernen und die Entstehung interethnischer und interkultureller Beziehungen und Freundschaften ermöglichte. Aufgrund der angespannten politischen Lage in Israel ist das Projekt bis auf Weiteres ausgesetzt.
- 2019 Building Bridges
- 2018 Building Bridges
- 2017 Building Bridges
- 2016 Bunte/eine/deine WELT
- 2015 Building Bridges
- 2014 Participation: be part and get active
- 2013 Partizipation: Vom Gegen- und Nebeneinander zum Miteinander und Füreinander
- 2012 Roots and Wings for Youngsters: Tradition trifft Jugendkultur
- 2011 Eine Brücke für den Frieden bauen
- 2010 Austausch Südtirol-Tirol-Israel
Hallo Ciao Maroc
Teilnehmende am Projekt Hallo Ciao Maroc
Das Kooperationsprojekt zwischen Amt für Jugendarbeit und OEW sieht jährlich einen zehntägigen Aufenthalt in Rabat für 16 Südtiroler Jugendliche im Alter zwischen 17 und 22 Jahren vor. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die in Familien vor Ort aufgenommen werden und somit die meiste Zeit mit ihren Gastbrüdern und -schwestern verbringen, haben die Gelegenheit den Alltag ihrer marokkanischen Gleichaltrigen kennen zu lernen, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten in erster Person wahrzunehmen und gegenseitiges Verständnis, Respekt und Empathie zu entwickeln. Das Projekt des Jugendaustausches Hallo Ciao Maroc startete 2010 und wurde auch 2011, 2013, 2015, 2016, 2017, 2018 und 2019 mit Erfolg weiter geführt. Der für 2020 geplante Jugendaustausch musste aufgrund der präventiven Maßnahmen bezüglich der Verbreitung des Covid-19 Virus abgesagt werden. Aus organisatorischen Gründen hat es seit 2019 keine weitere Auflage des Projektes gegeben. Eine Neuauflage ist geplant.
Bonjour Salam Südtirol
Teilnehmende am Projekt Bonjour Salam Südtirol
Im Rahmen des Austauschprogrammes Hallo Ciao Maroc besteht die Möglichkeit, dass alle zwei Jahre 12 marokkanische Jugendliche nach Südtirol kommen, um unser Land und unsere Kultur aus ihrem Blickwinkel zu erleben. 2012, 2014 und 2017 erfolgte bereits ein Gegenbesuch der marokkanischen Jugendlichen. Aus organisatorischen Gründen hat es keine weitere Auflage des Austauschprogrammes gegeben. Eine Neuauflage ist geplant.
Projekt BJOG
Es handelt sich um ein Erasmus+ Projekt, Leadpartner ist das Land Salzburg. Das Projekt stellt einen Beitrag der Jugendarbeit für eine offene Gesellschaft dar, und zwar gestaltete die Jugend Lebensräume von 22.10.2021-30.07.2023. Das Amt für Jugendarbeit hat seit Jahren versucht, eine Zusammenarbeit mit den anderen Ämtern der Deutschraum-Regionen (Salzburg, Vorarlberg, Tirol und München) zu den Themen „Inklusion und Vielfalt, digitaler Wandel, Umwelt und Klimawandel, Teilhabe am demokratischen Leben“ zu verstärken. Durch die Begegnung von Jugendlichen aus den drei Partnerregionen sollen Themen, die Jugendliche beschäftigen, erarbeitet werden und ein Diskurs angestoßen werden. Konkrete Projektaktivitäten: Online-Konferenz zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Begrifflichkeiten, Präsentation von Best Practice Beispielen als Ideenpool für weitere Aktivitäten, Aufbau eines Netzwerkes von Jugendarbeiter/innen, welche die Qualität von Projekten und Aktivitäten der jungen Menschen unterstützen können (increase qulity, innovation and recognition of youth work) Es wird an einer Themenfindung unter den Schwerpunkten „Inklusion und Vielfalt“, „Digitaler Wandel“, „Umwelt und Klimawandel“ und „Teilhabe am demokratischen Leben“ gearbeitet. Themen und Ideen werden bei Jugendlichen erhoben und durch die Projektpartner zusammengeführt (common values, civic engagement, participation; promoting active citizenship)citizenship).
Projekt All Equal – Aber wie?
Teilnehmende am Projekt All Equal
„Ausgrenzung und Abwertung im Leben von jungen Menschen. Analyse und Handlungsstrategien für die Jugendarbeit.“ ist das zentrale Thema. 20 Teilnehmer/innen aus Südtirol, Belgien, Salzburg, Lichtenstein nahmen am Fachkräfte-Austausch von 04.10. – 08.10.2022 teil. Es wird geübt, Menschen bzw. Communities, die spezifischen Diskriminierungen erleben, bei der Gestaltung von Empowerment-Räumen und -Prozessen zu unterstützen, ohne dabei zu bevormunden oder dominant zu agieren. Es sollen Ressourcen mobilisiert werden, wie Geld, Kontakte, Räume, technisches Know How, Erfahrungen und Sprachwissen um Empowerment zu ermöglichen. Dabei wird darauf geachtet, die Regieführung von Empowerment-Prozessen bei jenen Menschen zu lassen, welche diese Prozesse wollen und brauchen.
Projekt Lestick
Teilnehmende am Projekt Lestick
Als Projektthemen werden verschiedene Umweltthemen erarbeitet. Die Projektidee: Jugendliche designen gemeinsam mit einer Grafikerin umweltfreundliche Sticker, mit denen Personen in unterschiedlichen Situationen konfrontiert werden. Diese Sticker werden auch in einem Album gesammelt und an verschiedenen Schulen präsentiert. Die Sticker enthalten kurze Informationen über verschiedene Umweltthemen, wie beispielsweise Fleischkonsum, Wasserverbrauch usw. Ziel ist dabei, durch „lästige“ (daher auch der Name „Lestick“) Sticker, große Themen unserer heutigen Zeit, der Gesellschaft nahe zu bringen. Adressaten: unterschiedliche Altersgruppen in verschieden Kontexten.
Projekt retOur
Teilnehmende am Projekt retOur
Als Projektthema wird ein Umweltthema erarbeitet, hier spezifisch der Kleiderkonsum. Die Projektidee: Unter dem Leitspruch „make someone else happy with your clothes“, soll eine Website erstellt werden, als eine Art Sammelregister, wo verschiedene Second Hand Läden in der jeweiligen Umgebung aufgelistet werden. Die Webseite soll hauptsächlich durch Social Media beworben werden. Sie wird in deutscher Sprache eingerichtet, daher ist es wichtig, dass die Jugendlichen sich im deutschsprachigen Raum befinden. Die Internetseite ist nicht profitorientiert. Es geht lediglich darum, dass junge Menschen „gebrauchte“ Klamotten auf einen einfachen und schnellen Weg erreichen können und Jugendliche über den Massenkonsum aufgeklärt werden. Adressaten: alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 25. Projektteam: sieben Jugendliche aus Südtirol.
Projekt Speed Cultur dating
Teilnehmende am Projekt Cultur dating
Als Projektthema wurde divesity und Zusammenleben erarbeitet. Im November 2022 kamen im München Jugendliche zusammen und hatten den Wunsch ein Projekt zu organisieren, dass Menschen auf interkultureller Ebene zusammenbringt und sie generell für verschiedene Kulturen sensibilisiert. Das Ergebnis dieser Idee war das „Culture-Dating“. Culture Dating ist ein Projekt, dass auf dem Blind-Dating Prinzip basiert. Es ist also eine Art Spiel durch welchen Menschen sich besser kennenlernen können. Dabei verfolgt das „Culture- Dating“ im Gegensatz zum „Speed-Dating“ nicht das Ziel einer romantischen Beziehung, sondern den Austausch von verschiedenen Menschen aus verschiedenen Kulturen. Die am Spiel teilnehmenden Personen sitzen an einem langen Tisch, jede Person hat eine weitere Person gegenüber. Wie beim bekannten „Speed-Dating“ werden von der Moderation Fragen gestellt. Für jede Frage stehen in etwa 2-3 Minuten zur Verfügung. Nachdem die Zeit für die gestellte Frage abgelaufen ist, bleiben die Menschen auf der einen Seite des Tisches sitzen, während jene Personen der anderen Tischseite jeweils einen Platz in eine Richtung weiterrücken. Auf diese Weise werden für jeden neue Frage und neue Gesprächspartner garantiert.
Das Projekt verfolgt das Ziel, dass Menschen verschiedener Kulturen in Austausch gehen und anhand der Fragen mehr über unbekannte Kulturen erfahren. Die gestellten Fragen sind im Voraus auf dieses Ziel ausgerichtet. Die teilnehmenden Personen können durch dieses Spiel Vorurteile lösen, oder diesen präventiv entgegenwirken. Ein offenes Weltbild wird durch den interkulturellen Austausch gefördert und ein friedliches Zusammenleben unterstützt.
Pressemitteilung zum Projekt Cultur dating
Projekt Stop Racism
Teilnehmende am Projektes Stop Racism
Das Projektthema ist die Sensibilisierung, sinnvoll miteinander umzugehen. Seit über 70 Jahren hilft UNICEF jungen Menschen, die in Konflikte verwickelt sind. Jeder junge Mensch verdient es, mit der Möglichkeit aufzuwachsen, in Sicherheit zu sein und Erfolg zu haben. Diskriminierung, Gewalt und Rassismus verursachen schwere Schäden, stören Gemeinschaften und hinterlassen bei Kindern und ihren Familien bleibende Narben. Vorurteile und Hass kommen nicht von selbst. Sie sind erlernte Verhaltensweisen, die man ändern kann. Rassismus ist eine sozial vermittelte Pathologie mit langfristigen negativen Auswirkungen auf Jugendliche. Junge Menschen, die Diskriminierung, Rassismus und Gewalt ausgesetzt sind, brauchen jetzt unsere Unterstützung. Rund um den 21. März, der internationale Tag gegen Rassismus, organisieren Jugendorganisationen und Jugendzentren in ganz Südtirol verschiedene Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge. www.stopracis m.it
Eljub-Begegnungen
Teilnehmende an den eljib E-Book Wochen
Die eljub Europäischen Jugendbegegnungen widmen sich dem angeregten interkulturellen Austausch und der Vernetzung von Jugendlichen aus europäischen Ländern. Basis von eljub ist das Gemeinsame, sowie die Solidarität und Kreativität europäischer Jugendlicher. Die eljub E-Book Wochen bieten die Gelegenheit, über die Beschäftigung mit Schreiben und Mediennutzung Europa neu zu erfahren. Junge Menschen schreiben gemeinsam ein E-Book und drehen gemeinsam Filme. Die eljub E-Book Wochen finden jährlich Anfang Juli in Krems an der Donau statt. Bei einem Vorbereitungstreffen werden die Themen für die zentrale Projektwoche festgelegt. Im umfangreichen Rahmenprogramm lernen die Jugendlichen ein modernes Europa kennen.
PIC-Gruppe
Grundsätze und Ziele: Die Jugendarbeit fördert Kinder und Jugendliche, indem sie hilft, sich persönlich und in der Gesellschaft zu entfalten. Sie nimmt kulturelle Unterschiede wahr und die Chance, voneinander zu lernen. Allen Kindern und Jugendlichen soll somit sowohl eine eigenständige Entwicklung in unserer Gesellschaft ermöglicht werden, als auch das Kennenlernen anderer Gesellschaftsformen und -normen. Durch die gezielte Gestaltung von Begegnungsmöglichkeiten kann Integration gefördert werden.
Wir sprechen gemeinhin von interkultureller Jugendarbeit, wenn in Jugendstrukturen mit sichtlich unterschiedlichen Kulturen bewusst gearbeitet wird. Dabei können Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter kulturspezifische, interkulturelle - im Sinn der Kulturenbegegnung - oder transkulturelle Entwicklungsprozesse - im Sinne der Überwindung von Differenzen - einleiten. Alle drei Ansätze sollen Kinder und Jugendliche bei der Identitätsbildung unterstützen. Welcher der Geeignetste ist, hängt von den Zielen und den Voraussetzungen (1. oder 2. Generation, Herkunftsländer, persönliche Erfahrungen oder Traumata, usw.) ab. Zur Rolle der Jugendarbeit steht zusammenfassend: Was kann Jugendarbeit zur Integration von ausländischen Jugendlichen beitragen? Jugendarbeit fällt eine zentrale Rolle zu, wobei eine Vernetzung mit anderen Partnerinnen und Partnern der Jugendlichen (Familie, Schule, Verbände) zwingend ist.
Die PIC-Gruppe (PraxisInterCultura) setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Einrichtungen der Jugendarbeit in Südtirol zusammen, die sich seit Herbst 2010, drei Mal im Jahr treffen, um sich zum Thema interkulturelle Jugendarbeit auszutauschen und gemeinsame Projekte in die Tat umsetzen. Die Gruppe ist offen, d.h. interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendeinrichtungen in Südtirol sind herzlich zur Teilnahme an den PIC-Gruppentreffen eingeladen: Dazu reicht eine Kontaktaufnahme mit Abdel El Abchi (abdelouahed.elabchi@provinz.bz.it) vom Amt für Jugendarbeit. Themen, Schwerpunkte und Tagesordnung der jeweiligen Treffen werden im Vorfeld aufgrund der Vorschläge und Anliegen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von einer Steuergruppe festgelegt und vom Amt für Jugendarbeit koordiniert. Diese besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Amtes für Jugendarbeit, AGJD, NETZ, Jugendhaus Kassianeum, Forum Prävention und Südtiroler Jugendring.
Dialog der Religionen
Treffen beim Dialog der Religionen
Die interkulturelle Kommunikation hat auch in der Jugendarbeit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es gilt Brücken zwischen Kulturen und Religionen aufzubauen, gegenseitigen Respekt zu vermitteln sowie Raum und Zeit für ein Kennenlernen zu ermöglichen. In dem interkulturellen Dialog der Religionen Arbeitsgruppe konnte über Schwierigkeiten und Möglichkeiten offen gesprochen. Sich im Netzwerk für ein gemeinsames Ziel, nämlich ein positives Zusammenleben stark zu machen, hilft und stärkt die verschiedenen Religionen und Kulturen. In Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern konnte somit erfolgreich eine interkulturelle Begegnung zwischen Verein Dialog, Muslim Bozen Youth, SKJ und Amt für Jugendarbeit. Ein Anfang, um aufeinander zuzugehen und ein Miteinander verschiedener Religionen zu erleben!
Netzwerk der Landesverwaltung
Es handelt sich um eine Arbeitsgruppe von Angestellten der öffentlichen Verwaltung der Provinz Bozen. In dieser Gruppe werden Themen des Zusammenlebens diskutiert, aber auch Projekte der öffentlichen Ämter vorgestellt. Das Ziel dieser Gruppe ist der Austausch von Meinungen und Ideen zwischen den Ämtern bzw. die gemeinsame Zusammenarbeit. Die Gruppe trifft sich alle zwei Monate, um aktuelle Themen zu diskutieren.
Projekt Schultasche ade: eine Spenden-Idee!
Glückliche Kinder der Aktion Schultasche ade
Jährlich findet zum Schulende eine Schultaschen-Aktion in einigen Grundschulen des Landes statt. Die Kinder der fünften Klassen verabschieden sich nicht nur von der Grundschule, sondern - aus Wohltätigkeitszwecken - auch von ihrem Schulranzen. Kurz vor Schulende schicken einige Bozner und Brixner Grundschulen sämtlichen Fünftklässler-Familien eine Nachricht zur Aktion über das digitale Register. Wer sich beim Übergang in die Mittelschule von der alten Schultasche trennen will, kann sie im Sekretariat abgeben. Mit dieser wenig aufwendigen Schultaschen-Aktion gelingt es, mehreren Familien unter die Arme zu greifen. 100 €, 200 € und mehr kosten neue Schulranzen: Doch warum muss immer alles neu sein, wenn anderswo perfekt erhaltene Sachen im Keller oder auf der Mülldeponie landen? Die Spenderkinder haben mit ihrer Großzügigkeit nachhaltig agiert und den Wert des Teilens und Weitergebens erfahren.
Entstanden ist die Idee der Schultaschen-Aktion im Jahr 2020, als die Covid-19 Pandemie allen einmal mehr gezeigt hat, dass sich die eigene gesundheitliche wie auch wirtschaftliche Situation im Nullkommanichts ändern kann. Die Schultaschen-Aktion ist eine Gemeinschaftsinitiative zwischen Amt für Weiterbildung und Amt für Jugendarbeit mit Unterstützung des Vereins VKE und den einzelnen Grundschulen und wird auch in den kommenden Jahren weitergeführt, denn: Nachhaltigkeit und Großzügigkeit beginnen bei den kleinen Dingen.
Nizer App
Die App Nizer wurde von Afzack Forum Prävention entwickelt und ermöglicht den Informationsaustausch zu offenen Events, privaten Happenings, Kunstprojekten, Kulturprogrammen, Outdoor- und Sportaktivitäten. In Kooperation mit dem Amt für Jugendarbeit wird die App laufend weiterentwickelt.
https://afzack.com/nizer
Youth App
Die Youth App wurde von Jugendarbeitern aus Südtirol ins Leben gerufen und wird vom Jugenddienst Bozen Land betreut. Die App liefert fortlaufend aktualisierte Informationen zu Events, Arbeitsmarkt, Freizeit, Schule und Universität, Beratung und Jugendinformation. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugendarbeit und Trägern der Jugendarbeit in Südtirol, aber auch mit anderen Landesämtern werden jugendrelevante Themen publiziert.
https://www.youth-app.org
Natur verbindet
2014 organisierte das Amt für Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat Meran und dem VKE eine Waldexkursion für Menschen mit Migrationshintergrund aus Afghanistan, Marokko, Tunesien, Rumänien und einheimischen Familien. Jeder der sich in Südtirol zuhause fühlen möchte schafft es leichteres leichter, wenn er die Vielfalt und Schönheit der Bergnatur und -kultur in sein Leben aufnimmt.
Eine Woche anders Watten: zwei Kulturen ins Spiel bringen
Das Amt für Jugendarbeit hat im Februar 2008 zusammen mit der OEW "Eine Woche anders Watten. Zwei Kulturen ins Spiel bringen" geplant und in verschiedenen Jugendzentren durchgeführt. Eine Einführung in marokkanische Kartenspiele kann auf Anfrage weiterhin angeboten werden.
4 = 1: vier Redewendungen - eine Bedeutung
Der interkulturelle Monatskalender mit Redewendungen in Deutsch, Italienisch, Ladinisch und Arabisch wurde 2010 und 2011 von der Organisation für eine solidarische Welt OEW in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugendarbeit herausgegeben.
Wissensaustausch
Das Amt für Jugendarbeit hat in Zusammenarbeit mit Bildungshaus Kassianeum, UFO, Netz und Forum Prävention ein Wissensaustauschprojekt organisiert. 2 Jugendarbeiterinnen/Jugendarbeiter aus Marokko kommen nach Südtirol und arbeiten freiwillig in Südtiroler Jugendorganisation und -zentren, um die Jugendarbeit des Landes Südtirol kennenzulernen.
Interkulturelle Sexualpädagogik
2014 hat das Amt für Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Bildungshaus Kassianeum einen Lehrgang zu Liebe, Sexualität und Beziehungen im interkulturellen Kontext organisiert und durchgeführt.
Pädagogisch Tätige konnten sich mit Moral- und Wertvorstellungen in verschiedenen Kulturkreisen auseinander setzen und hinterfragen, welche Rolle Herkunft und Religion auf die Beziehung zum Körper und zur Sexualität von Jugendlichen haben. Durch den Lehrgang begleiteten drei interkulturelle Mediatorinnen/Mediatoren, die neben den genannten Themen auch die Geschlechterbilder und Familienrollen in arabischen, indo-pakistanischen und albanischen Gesellschaften beleuchteten. Zusätzlich waren die Sexualpädagogin Lucyna Wronska und die Rechtsanwältin Marcella Pirrone als Referentinnen engagiert.
Der Lehrgang war vom Amt für Jugendarbeit angeregt und vom Schulamt unterstützt worden. Menschen, die Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Herkunftsländern begleiten, konnten befähigt werden, heikle Themen im Alltag nicht auszugrenzen, sondern die für Jugendliche zentralen Fragen zu Liebe, Sexualität und Beziehungen aufzugreifen. Dazu braucht es Sachkompetenz zum kulturellen Hintergrund und mehr Sicherheit im Umgang mit der zweiten Generation, die sich zwischen verschiedenen oder bestenfalls in mehreren Kulturen bewegt.
Kontakte
Abdelhouahed El Abchi
Interkulturelle Jugendarbeit
Gianluca Battistel
Politische Bildung